04.11.2017 12:10

Essen unterm Regenbogen

Kita Regenbogen hat für 15 000 Euro ein Kinderrestaurant geschaffen

Präsentieren voll Freude den zum Restaurant umgestaltete Essraum (v.l.): Nicolai Hamilton, Jürgen Deichsel, Dirk Kemner, Gabi Pritchard und Sarah Dannhäuser. Foto: fra

HALLE – „Unterm Regenbogen in der Arche essen.“ Gabi Pritchard, Leiterin der Kindertagesstätte Regenbogen der Kirchengemeinde Halle, und Pfarrer Nicolai Hamilton finden das eine gelungene Kombination. Und freuen sich, dass aus einem unscheinbaren Raum, in dem die Kinder schon seit 1988  ihre Mahlzeiten zu sich nehmen, nun ein richtiges Kita-Restaurant geworden ist. In dem verschönerten, hellen und freundlichen Raum erhalten die Kinder sowohl ihr Frühstück als auch das Mittagessen in Buffet-Form. 

„Partizipation heißt bei uns: die Kinder entscheiden selbst, wann und was sie essen wollen. Sie können zwischen 7.15 und 10.15 Uhr frühstücken und ab 11.30 Uhr Mittag essen“, erläutert Gabi Pritchard. Seit kurzem tun sie das in Gesellschaft von Giraffe, Elefant, Schmetterlingen, Katzen, Hühnern, Flamingo und Pinguinen. Die Tiere schauen von den Wänden beim Essen zu und geben dem Kita-Restaurant seinen Namen: „Arche“.

Leiterin Gabi Pritchard hatte die Idee schon vor einigen Jahren. Im kommenden Jahr geht „die Frau voll Power und Elan“ wie Pfarrer Hamilton sie nennt, in den Ruhestand. „Dieses Projekt wollte ich noch umsetzen. Bisher stand die Investition von 15 000 Euro aber auf der Warteliste“, berichtet sie. Für die Umsetzung holte sie im Sommer Pfarrer Nicolai Hamilton und Presbyter Jürgen Deichsel ins Boot, die im Kindergartenausschuss der Kirchengemeinde den Antrag unterstützten. Ein Glücksfall gab Gabi Pritchard ein weiteres Argument: Diplom-Ingenieurin für Innenarchitektur und Mutter Sarah Dannhäuser hat eine Tochter in der Kita und ihre Dienste als Spende zur Verfügung gestellt. Maler Jürgen Deichsel, Elektriker Dirk Kemner, die Tischlerei Knehans und die Firma Witte setzten die Ideen konsequent und voll Freude um.

Alle nutzten die Herbstferien und verwandelten die vorher etwas trostlos gewordene Cafeteria in einen Wohlfühlort in Birke, blau und grün. Die Wandvertäfelung und die Holzabtrennungen hinter den Sitzbänken sind grasgrün, die Decke ist himmelblau, Stühle und Tische sandfarben. Von den Wänden schauen wilde Tiere und unter der Decke hängen, wie kleine Wolken, runde Elemente als Lärmdämpfer. „Wir hoffen noch auf zwölf neue Stühle“, sagt Gabi Pritchard – und hofft auf eine Spende. (fra)