18.09.2017 14:28

Kinder in Klimaschutz und gesundes Essen eingeführt

Zweiter Platz beim Wettbewerb KlimaKita erreicht

Auf dem Außengelände des Kindergarten Bockhorst platzen und pflegen die Kinder Gemüse und Obst. Foto: Kita Bockhorst

BOCKHORST – Der Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde Bockhorst vermittelt den Kindern von Anfang an, dass alle Menschen Gottes Schöpfung achtsam und verantwortungsvoll begegnen müssen. Weil dazu auch der Klimaschutz gehört, macht die Kita ein KlimaKita Projekt. Mit dem Projekt hat sich der Kindergarten Bockhorst beim Wettbewerb „KlimaKita.NRW“ der EnergieAgentur.NRW“ beworben. Bei den örtlichen Reinert Open hat die Kita mit diesem Projekt den zweiten Platz belegt und sich über 1.500 Euro Preisgeld gefreut.

Bevor die Frage, „Was können denn schon Kindergartenkinder zum Klimaschutz beitragen?“ gestellt wurde, holte Christine Mescher, Leiterin der Kita Bockhorst, mit ihrem Team die Eltern der Kinder ins Boot. „Durch unsere Angebote schaffen wir bei Ihren Kindern ein Bewusstsein für Energie, Konsum und Mobilität. Die Kinder lernen, dass jeder Mensch mit seinem eigenen Handeln zu einem gesunden Klima beitragen kann“, schrieb sie in einem Brief an alle Eltern. Darin erinnerte sie unter anderem an den „Kindermeilen-Pass“, den die Kinder mit nach Hause genommen und ausgefüllt wieder mitgebracht hatten. Ein anderes Projekt war der „Stromfreie Kindergartentag“, der sowohl den Kindern als auch dem Team in besonderer Erinnerung bleiben wird.

In diesem Jahr führt die Kita ein anderes Unterprojekt weiter: Ein Teil der Außenanlage ist ein Nutz- und Gemüsegarten. Durch die Bewirtschaftung dieses Gartens erfahren die Kinder, wie ein ökologischer Anbau von Gemüsen und Obst die Umwelt positiv beeinflusst. Von der Saat bis zur Ernte über die Verwertung der geernteten Lebensmittel („haltbar machen“,…) bis hin zur Zubereitung und zum Verzehr der Lebensmittel sind die Kinder in das Projekt eingebunden.

„Bei der Verwertung des Gemüses in unserer eigenen Küche beziehen wir die Kinder mit ein. Dabei erfahren die Kinder, dass sie ökologisch angebautes Gemüse für ihre Mahlzeiten verwenden, dass ökologisch erzeugtes Essen gesund ist und dass Ökologie zum Klimaschutz beiträgt“, benennt Christine Mescher Ziele des Projektes. Als besonderes Highlight hat das Team mit den Kindern einen „solarbetriebenen“ Trockenschrank für die Kräuter gebaut. Die Kinder erfahren so, wie Kräuter mit Hilfe von Sonnenenergie getrocknet werden können. Und schließlich lernen die Kinder auch, wie sie bei der Verwertung von selbst angebautem Gemüse durch den Wegfall von Verpackung zur Müllvermeidung beitragen, Energie sparen (keine Fahrwege, usw.) und vieles mehr. (fra)